Entstehungsgeschichte
Im Handel und in der Industrie sind Lieferantenaudits seit Jahren ein fester Bestandteil der Zusammenarbeit. Bis zum Jahr 2003 wurden die Audits durch die Qualitätssicherungsabteilungen des Handels durchgeführt. Immer stärkere Anforderungen der Verbraucher, die zunehmende Gefahr von Schadenersatzansprüchen sowie die Globalisierung der Warenströme machten die Entwicklung eines einheitlichen Qualitätssicherheitsstandards notwendig. Des Weiteren wurde nach einer Lösung gesucht, den hohen Zeitaufwand sowohl bei den Lieferanten als auch bei den Handelsunternehmen durch die Vielzahl von Audits zu senken.
Auf Basis dieser Entwicklungen haben die Mitgliedsunternehmen des HDE – Hauptverband des Deutschen Einzelhandels und des FCD – Fédération des Entreprises du Commerce et de la Distribution einen Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsstandard für Eigenmarken des Handels entwickelt, den International Food Standard. Er dient der einheitlichen Überprüfung der Lebensmittelsicherheit und des Qualitätsniveaus der Produzenten. Er ist einsetzbar für alle Fertigungsstufen, die an die landwirtschaftliche Erzeugung anknüpfen, in denen Lebensmittel „bearbeitet“ werden.
Bereits im Jahr 2003 wurde eine Version 3 des IFS-Standards, der durch die Mitgliedsunternehmen des HDE entwickelt wurde, in den Markt eingeführt. Aufgrund der Zusammenarbeit mit dem FCD wurde zu Beginn des Jahres 2004 eine aktualisierte, gemeinsame Version des Standards entwickelt und etabliert. In den Jahren 2005 und 2006 haben auch die italienischen Handelsverbände Interesse an einer Zusammenarbeit im IFS bekundet. Die Entwicklung der neuen Version 5 des IFS Food Standards ist ein Gemeinschaftsprojekt der drei Einzelhandelsverbände in Deutschland, Frankreich und Italien.
Der International Food Standard begann mit der Publikation des IFS Food und entwickelte danach weitere Standards, wie z.B. IFS Logistic, IFS Household and Personal care.
Dies ist der Grund, warum 2008 die Marke International Food Standard in International Featured Standards umbenannt wurde.
Die International Featured Standards verfolgen die grundsätzlichen Ziele:
- Ein gemeinsamer Standard mit einem einheitlichen Bewertungssystem;
- Zulassung von akkreditierten und qualifizierten Zertifizierungsstellen und Auditoren;
- Schaffung einer Vergleichbarkeit und Transparenz innerhalb der gesamten Lieferkette;
- Kostensenkung sowohl bei Lieferanten als auch beim Handel.




